Wiederkehrende Schulterluxation

Eine rezidivierende Schulterluxation bedeutet, dass die Schulter immer wieder aus dem Gelenk springt, oft nach einer ersten traumatischen Auskugelung, bedingt durch Schäden wie Labrumrisse (Bankart-Läsion) oder Bänderdehnungen. Sie wird in traumatisch (durch Unfall entstanden) und habituell (angeborene Bindegewebsschwäche) unterteilt und erfordert oft Physiotherapie und bei jungen, aktiven Patienten frühzeitig eine operative Stabilisierung, um chronische Instabilität zu verhindern.

Ursachen und Arten

  • Posttraumatisch (erworben): Nach einer ersten Luxation bleiben oft Schäden wie ein Abriss der Gelenklippe (Labrum) oder Kapselbandverletzungen bestehen, die eine erneute Auskugelung begünstigen. Je jünger der Patient, desto höher das Risiko eines Rezidivs.

  • Habituell (angeboren/konstitutionell): Hier liegt eine angeborene Bindegewebsschwäche oder eine zu flache Schulterpfanne vor, die eine Instabilität ohne schweres Trauma verursacht.

  • Symptome: Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Taubheit, Kribbeln und eine sichtbare Fehlstellung sind typisch.

Diagnose und Behandlung

  • Diagnose: Nach der Reposition erfolgen Röntgenaufnahmen, oft ergänzt durch ein Arthro-MRT zur Darstellung der Weichteile, wie der Gelenklippe, erklärt die Radiologie Mühleninsel.

  • Konservative Therapie: Intensive Physiotherapie zur Stärkung der stabilisierenden Muskulatur ist entscheidend, oft nach einer kurzen Ruhigstellung.

  • Operative Therapie: Bei jungen, aktiven Patienten mit strukturellen Schäden (z. B. Labrumriss) wird frühzeitig eine arthroskopische Operation zur Reparatur der geschädigten Strukturen empfohlen, da die Reluxationsrate ohne OP hoch ist.

Fazit

Eine rezidivierende Schulterluxation erfordert eine genaue Diagnose der Begleitverletzungen und eine individuell angepasste Therapie, um langfristige Schäden wie Arthrose zu verhindern und die Funktion des Gelenks wiederherzustellen.

UCO Wandsbek – Ihre Praxis für Unfallchirurgie, Orthopädie und Arbeitsunfälle in Hamburg Wandsbek

Schlossstrasse 38 I 22041 Hamburg
Tel: +49 - 40 - 68 50 87
E-Mail: praxis@uco-wandsbek.de